Wir fordern die Bargeldzahlung im Jahnstadion zurück
Am 3. August hat der SSV Jahn den Fanbrief zur Saison 2026/2027 veröffentlicht. Was darin unter „Essen und Trinken im Jahnstadion" steht, enttäuscht uns sehr.
DIE PREISE
Völlig ohne Absprache mit uns Fans wurde der ohnehin hohe Wasserpreis auf 4,65 € für 0,5 Liter erhöht, Bier kostet künftig 5,30 € für 0,5 Liter. Damit ist für viele von uns eine Schmerzgrenze überschritten. Die Monopolstellung des Caterers Regensburg Events GmbH wird gnadenlos ausgenutzt.
Wir weisen deshalb ausdrücklich darauf hin: Jeder Jahnfan darf eine gefüllte 0,5-Liter-PET-Flasche mit alkoholfreiem Inhalt mit ins Stadion nehmen und an den Waschbecken mit Leitungswasser wieder auffüllen. Auch Obst in verzehrüblichen Mengen und Riegel sind erlaubt.
DIE ABSCHAFFUNG DER BARZAHLUNG
Noch schwerer wiegt, dass an den Verpflegungsständen ab dieser Saison keine Barzahlung mehr möglich ist. Schon vor dem Umzug ins neue Jahnstadion haben wir gemeinsam mit dem Verein deutlich gemacht, dass Bezahlkarten für uns Fans keinerlei Vorteile bringen. In den letzten Jahren kam das Thema erneut auf, und mit Regensburg Events wurde der Kompromiss gefunden, dass zumindest an einzelnen Kassen weiter bar bezahlt werden kann. Unsere Position war also bekannt und über die geplante Abschaffung wurden wir weder zeitnah informiert noch einbezogen.
Wir werden nicht hinnehmen, dass Menschen ohne jeden Bezug zur Hans Jakob Tribüne über unsere Köpfe hinweg entscheiden, nur um sich selbst das Leben etwas leichter zu machen.
NEGATIVE AUSWIRKUNGEN OHNE BARZAHLUNG
- Zeit und Geld: Vor dem Anstehen muss erst eine Karte aufgeladen werden. Wer sein Guthaben nicht exakt aufbraucht, muss sich ein zweites Mal anstellen, um das Restgeld zurückzubekommen. Gerade Gästefans wird das zu aufwendig sein, und der Restbetrag wandert in die Taschen des Caterers.
- Zwang zur Kartenzahlung: Mobile Aufladestationen im Stadion gibt es nur zum Saisonstart. Danach muss man schon vor dem Betreten wissen, wie viel Geld man an diesem Spieltag braucht. Wer flexibel bleiben will, wird faktisch zu Giro-, Kreditkarte oder Smartphone gezwungen.
- Stadionalltag: Bargeld funktioniert im Stadion sozial. Das Kind bekommt einen Schein mit und darf den Rest behalten. Im Freundeskreis wirft man zusammen, einer holt die Runde. Und wer jemandem etwas ausgeben will, drückt ihm einen Zehner in die Hand. Mit der Karte muss man jedes Mal selbst mit zum Stand – oder es geht gar nicht.
UNSERE FORDERUNG
Wir fordern die sofortige Rückkehr zu der Möglichkeit, an bestimmten Kassen bar zu bezahlen. An den meisten Standorten der 3. Liga kann sogar an allen Kassen bar bezahlt werden. Es kann nicht sein, dass Probleme des Caterers auf dem Rücken der Fans ausgetragen werden. Sollte dieser Forderung nicht nachgekommen werden, behalten wir uns weitere Aktionen vor.
Bis dahin appellieren wir an alle Jahn- und Gästefans: Deckt euch nur mit dem Nötigsten ein und macht andere Fans auf die Situation aufmerksam.
Hans Jakob Tribüne e.V.