Spruchbanderklärung
Servus Jahnfans,
die hohe Heimspielniederlage gegen den HSV sitzt noch tief und wie es beim Fußball eben oft so ist, haben wir uns von der Emotionalität des Spieltags leiten lassen und somit auch bei einigen von euch sicherlich Fragezeichen in den Gesichtern hinterlassen. Im Nachgang an das Spiel muss man sich natürlich selbstkritisch eingestehen, dass wir die Hans Jakob Tribüne über unsere Gedankengänge und über bestimmte Aktionen bereits im Vorfeld hätte informieren sollen. Nachfolgend nun eine Erklärung der beiden gezeigten Spruchbänder während des letzten Heimspiels:
Einmal Jahnler - immer Jahnler! Danke für 17 Jahre Herzblut, Mersad!
In der jüngeren Vereinsgeschichte gibt es sicherlich kaum eine Person wie Mersad Selimbegovic, die die Werte des Jahns zu 100% verkörpert und in den vergangenen 17 Jahren derart viel Herzblut und Leidenschaft in unseren Verein gesteckt hat. Wir sind uns natürlich bewusst, dass Mersad Selimbegovic nicht bei allen Jahnfans beliebt und bezüglich der sportlichen Entwicklung natürlich zu Recht nicht unumstritten war. Trotz alledem steckte er nie den Kopf in den Sand und stellte sich immer vor die Mannschaft, statt über schwierige Situationen oder die Kaderzusammenstellung zu jammern. Das Spruchband ist selbsterklärend nicht als Protest zur Freistellung, sondern zur Würdigung der Person, welche fast zwei Jahrzehnte für unseren Verein tätig war, zu verstehen.
Auch wir haben, solange es nur möglich war, der eh schon verunsicherten Mannschaft den Rücken gestärkt und sie nach den vielen Niederlagen und einigen unglücklich gelaufenen Spielen immer wieder aufgebaut. Die Mannschaft hatte oftmals kämpferische Leistungen gezeigt und sich in den vergangenen Jahren einen gewissen Kredit erspielt. Statt auf Barrikaden zu gehen und in Protest zu verfallen, stellten wir in persönlichen Gesprächen und Besuchen von Trainingseinheiten immer wieder fest, dass man lediglich die Chance auf den Klassenerhalt wahren würde, wenn man den Schulterschluss zwischen den handelnden Personen, der Mannschaft und den Fans sucht. Doch gerade in den Auswärtsspielen in Sandhausen und Rostock sowie am Sonntag nach der Pleite gegen den HSV haben etliche Spieler ihren wahren Charakter am Rande des Abgrunds gezeigt und sich schnellstmöglich verzogen, statt sich mit den unzufriedenen und enttäuschten Fans auseinanderzusetzen.
Trotz allem gilt es für die Mannschaft und auch für uns Fans, die Saison mit Würde zu Ende zu bringen und dem neuen Trainer Joe Enochs eine faire Chance einzuräumen!
HR/TW: Trainertausch zum Wohle des Vereins, aber nicht um euren Arsch zu retten!
Tobias Werner stand vergangene Woche besonders in unserer Kritik, aber sicherlich nicht nur auf Grund der Entlassung von Mersad Selimbegovic, sondern vor allem, weil er es nicht geschafft hat, Brücken zwischen der Mannschaft, dem Trainerteam sowie der sportlichen Leitung zu bilden. In diesen sportlich schwierigen Zeiten positionierte er sich auch kein einziges Mal eindeutig zu einem Thema.
Da passt es auch ins Bild, dass genau zur passenden Zeit ein umfangreicher “Insider”-Artikel in der örtlichen Tageszeitung erscheint, welche ansonsten nur durch Sport-Journalisten glänzt, die weder einfachste Zusammenhänge rund um den Verein erkennen, noch auf Pressekonferenzen vernünftige Frage stellen – und das seit Jahren. Gerade auf dieser Position muss die Führungsqualität bewiesen und klare Kante auch gegenüber verdienten Spielern gezeigt werden, wenn diese dem Verein aufgrund der Vertragssituation auf der Nase herumtanzen.
Im Zuge der kritischen Reflexion von Vereinsoffiziellen muss auch die Personalie Hans Rothammer hinterfragt werden. Zwar war er ohne Frage ein Teil einer besonders erfolgreichen Zeit der Clubgeschichte, doch auch schon während und vor allem nach der Ära Christian Keller stellte er seine persönlichen Interessen oftmals über die des Vereins.
Wir beobachten immer wieder verwundert, dass unsere Gruppe in engem Zusammenhang und angeblich symbiotischer Beziehung mit Hans Rothammer genannt wird. Gerade auf den letzten Mitgliederversammlungen haben wir seinem Treiben erfolgreich die Stirn geboten. Eben dann, als er mit aller Macht versucht hat, sich durch selbst ausgewählte Personen einen Aufsichtsrat nach seinem Wunsch zusammenzustellen. Dabei hat er auch nicht vor Schmutzkampagnen gegen ihn kritisch gegenüberstehenden Bewerbern zurückgeschreckt.
Im Zuge dieser Mitgliederversammlungen hatte Hans Rothammer noch die Mitglieder mit der “Drohung” unter Druck gesetzt, er würde zum 30.06. dieses Jahres nicht mehr weitermachen, falls seine Kandidaten nicht in den Aufsichtsrat gewählt würden. Daran scheint er sich ja ohnehin nicht mehr gut zu erinnern. Gerade in der Gesamtgemengelage sollte er sich auf seine getätigten Äußerungen besinnen und den Weg für einen echten Neustart freimachen.
Ultras Regensburg im Mai 2023